Liebesbriefe an die Zukunft

„Stellen Sie sich vor, Sie könnten der Zukunft einen Liebesbrief schreiben. Was würden Sie ihr sagen wollen?“ Diese Frage wurde der Menschheit im Vorfeld zum Weltklimagipfel 2009 in Kopenhagen gestellt. Greenpeace International, in Zusammenarbeit mit der kanadischen Firma Xenophile Media, riefen die Menschen des 21. Jahrhunderts dazu auf, sich in einem persönlichen Liebesbrief an zukünftige Generationen Gedanken über die Zukunft unseres Planeten zu machen. Die Botschaft konnte als Text, Bild oder auch Videofilm eingereicht werden. Die Beiträge werden in einer eigens dafür hergestellten Zeitkapsel eingelagert. Diese wurde anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen versiegelt. Sie bleibt hundert Jahre verschlossen und soll am 13. Dezember 2109 wieder geöffnet werden. Dass die darin enthaltenen Videobotschaften von unseren Urenkeln dann noch angesehen werden können dafür sorgt die Entwicklung Monolith™ der Schweizer Firma Bitsave AG mit Sitz in Kehrsatz bei Bern.
Eine Schweizer Entwicklung sorgt dafür, dass Videobriefe in der Zukunft noch lesbar sind


„Stellen Sie sich vor, Sie könnten der Zukunft einen Liebesbrief schreiben. Was würden Sie ihr sagen wollen?“ Diese Frage wurde der Menschheit im Vorfeld zum
Weltklimagipfel 2009 in Kopenhagen gestellt. Greenpeace International, in Zusammenarbeit mit der kanadischen Firma Xenophile Media, riefen die Menschen des 21. Jahrhunderts dazu auf, sich in einem persönlichen Liebesbrief an zukünftige Generationen Gedanken über die Zukunft unseres Planeten zu machen. Die Botschaft konnte als Text, Bild oder auch Videofilm eingereicht werden. Die Beiträge werden in einer eigens dafür hergestellten Zeitkapsel eingelagert. Diese wurde anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen versiegelt. Sie bleibt hundert Jahre verschlossen und soll am 13. Dezember 2109 wieder geöffnet werden. Dass die darin enthaltenen Videobotschaften von unseren Urenkeln dann noch angesehen werden können dafür sorgt die Entwicklung Monolith™ der Schweizer Firma Bitsave AG mit Sitz in Kehrsatz bei Bern.

Diese Entwicklung erlaubt das
migrationslose Speichern von digitalen Daten über lange Zeiträume hinweg. Als Grundlage dient der in der Archivierung bewährte Mikrofilm. Die digitalen Daten werden sichtbar als zweidimensionale Strichcodes auf den Film aufgebracht. Dabei macht man sich den hybriden Charakter des Mikrofilms zunutze. Neben den digitalen Daten werden auch die genauen Anweisungen aufbelichtet, welche es zukünftigen Generationen ermöglichen, die Daten wieder zurück zu gewinnen.

Die Stärke der hier eingesetzten Mikrofilm-Technologie liegt im Adjektiv „migrationslos“. Wir können heute nicht wissen, welche digitale Technologie unseren Grosskindern zur Verfügung steht. Hätten Sie vor zwanzig Jahren geglaubt, dass Sie mit Ihrem Telefon auch Fotografieren können? Sicher ist nur, dass die heute bekannten Dateiformate in hundert Jahren längst überholt sein werden. Sollen die Videofilme also auch dann noch abgespielt werden können, so bleibt bis jetzt nur ein Ausweg. Die Daten müssten periodisch, im Schnitt alle fünf Jahre, in jeweils ein dann aktuelles Datenformat umkopiert (migriert) werden. Dazu müsste die versiegelte Zeitkapsel aber geöffnet werden.

Die Daten auf dem Monolith-Mikrofilm sind zwar ebenfalls in einem heute gängigen Format gespeichert, von dem anzunehmen ist, dass in Zukunft nicht mehr gelesen werden kann. Um die Botschaften unseren Ur-Grosskindern trotzdem wieder zugänglich zu machen, befindet sich auf dem Mikrofilm neben den eigentlichen Daten auch eine von Menschen lesbare Dokumentation des Monolith-Verfahrens. In diesen Dokumenten wird beschrieben, wie aus den zweidimensionalen Strichcodes wieder die ursprüngliche Datei zurückgewonnen werden kann und wie diese Datei interpretiert, d.h. abgespielt werden muss. Dank dem optischen Medium Film ist alles, was dazu benötigen wird, eine Lichtquelle, eine Optik, eine Kamera und eine Maschine, welche digitale Daten verarbeiten kann. Wir nennen sie heute Computer.